Online- Stellensuche | Tipp 1

„Im Netz wimmelt es nur so von freien Stellen in Bonn“ …. könnte man meinen. Doch der Eindruck ist falsch. Warum bringt eine Suche in einer Job- Suchmaschine so viele Treffer, wenn es doch scheinbar gar nicht so viele freie Stellen gibt. Denn gäbe es sie, wäre der Generalanzeiger Bonn am Samstag weitaus umfassender im Bereich Stellenmarkt.

Die Ursachen sind einfach:

  1. Jobsuchmaschinen sind für Jobsuchende nur dann interessant, wenn dort viele Stellen zu finden sind.
    Daher werden Stellen oft weiterhin online gestellt, auch wenn diese bereits besetzt sind. Damit erhält man schnell einen falschen Eindruck vom Stellenmarkt. Hinzu kommt, dass einige Suchmaschinen die Stellenangebote der Jobbörse der Arbeitsagentur „einsaugen“ und ungefiltert wiedergeben. Eine Überprüfung, ob die Angebote noch aktuell sind, findet aber meist gar nicht statt. Stattdessen bleiben die Angebote einfach in der Stellenbörse z.B. für drei Monate. So bietet „meinestadt.de“ heute für Bonn 13.373 offene Stellen! Na dann müssen sich ja die Mitarbeiter von T-Systems, die gerade erfahren haben, dass 6000 Kollegen gehen müssen, keine Sorgen machen – könnte man meinen. Weit gefehlt! Denn auch wenn der Stellenmarkt in Bonn noch relativ entspannt ist, braucht es einige Erfahrung, um diesen für sich zielgerichtet und schnell zu sondieren. „Masse“ ist bei einer Suchmaschine eben nicht „Klasse“.
  2. Jobsuchmaschinen sind für Arbeitgeber nur dann interessant, wenn dort viele interessante Interessenten suchen.
    In den meisten – nicht unbedingt den besten – Jobsuchmaschinen sind Stelleninserate kostenpflichtig. Das ist ok, denn gegenüber den Printangeboten sind Inserate dort immer noch deutlich günstiger. Kostet ein Online- Inserat für einen Monat ca. 450 – 600 Euro in einer bekannten Suchmaschine, so zahlt man für eine entsprechend große Print- Anzeige in einer überregionalen Tageszeitung gern mal 8.000 – 13.000 Euro. „Tageszeitung“ sagt aus, wie viele Tage diese Anzeige dann aktuell ist: einen Tag. Wer hat die bessere Reichweite?
    Doch auch online- Suchmaschinen brauchen Einnahmen. Und diese lassen sich eher steigern, indem man seine Reichweite vergrößert. Daher macht es auch dort Sinn, Stellenangebote länger laufen zu lassen, um so mehr Interessenten zu bekommen. dies zahlt sich dann in den Anzeigenpreisen aus. Und auch so verfälscht sich, z.B. der Stellenmarkt für Bonn.

Fazit: Wer einen Job über das Internet finden will, muss erst einmal die Spreu vom Weizen trennen. Das bedeutet viel Zeit dafür aufzubringen, Stelleninserate zu prüfen und zu sichten.

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