Destruktive Führung: 8 Stellschrauben die zur sicheren Demotivation führen

Man muss gar nicht alle Regeln schlechter Führung befolgen, um für ausreichend Verwirrung und dauerhafte Demotivation zu sorgen. Manchmal reicht es, die richtigen “Regeln” kurzfristig zu bedienen und zu kombinieren.

Prof. Dr. Kruse (1955 – 2015) hat diese nicht ganz ernst gemeinten „Regeln“ vor längerer Zeit Prof. Peter Kruse war ein deutscher Psychologe und lehrte als Honorarprofessor für Allgemeine und Organisationspsychologie an der Universität Bremenzusammengestellt. Auch wenn er leider nicht mehr da ist, so bleibt diese kleine Satire doch aktuell.

Wie man (Sie) wirksam und motivierend führt finden wir mit Ihnen im Rahmen individueller Führungsdialoge oder Führungskräfteentwicklungsprogramme – auch für kleine Unternehmen und Firmen – gern heraus!

So legen Sie Ihre Abteilung / Ihr Unternehmen garantiert lahm:

  1. Führungskräfte sollen sich entweder ganz raushalten oder alles an sich reißen
  2. Diskussionen über Veränderungen sollen konsequent nur auf der informellen Ebene geführt werden.
  3. Möglichst viele Aktivitäten gleichzeitig anzetteln
  4. Umfassenden Wettbewerb unter den Mitarbeitern ausrufen
  5. Immer nach dem Schuldigen von vorhandenen Problemen suchen
  6. Niemals über Sinn und Unsinn von bestsehenden Regeln diskutieren
  7. Schnelles Commitment forcieren
  8. Maximale Beschlussdynamik bei minimaler Umsetzungsdynamik

Und weil es Prof. Kruse am besten erzählen kann, hier der Link zum Vortrag. Schauen Sie sich auch die anderen Beiträge und Interviews mit Professor Kruse an. Es lohnt sich.

Fehlerkultur: Wenn Angst vor Fehlern das Unternehmen lahm legt

Fehlerkultur, Risikobereitschaft und der Umgang mit dem Bauchgefühl. Für Unternehmen und Entscheidungsprozesse in Unternehmen sind dies wichtige Schlagworte.

Fehlerkultur & Bauchgefühl

Professor Gerd Gigerenzer – Experte für Entscheidungswege und Fehlerkultur – Bildquelle: dasgehirn.info

Oft legt die Angst vor möglichen Fehlern oder Fehlentscheidungen Handlungsprozesse gänzlich lahm oder verzögert diese und sorgt so dafür, dass wichtige Entwicklungen nicht vorangetrieben werden.

Dabei bedeutet Führung und Unternehmensführung eben auch, Fehler zu machen, Entscheidungen zu treffen anstatt zu verharren oder mögliche Fehlerquellen und Ursachen weg zu delegieren. Eine bewusste Fehlerkultur in Unternehmen fördert somit nicht nur die situativen Entscheidungsprozesse im operativen Geschäft. Vielmehr bietet sie die Möglichkeit das Unternehmen oder die Abteilung oder das Team kreativ weiterzuentwickeln und Lernerfahrungen zu machen, die oftmals nur über den Weg des Versuchs und des Probierens gehen.

Oft nicht richtig beachtet, und dennoch ein guter Berater ist jedoch unser Bauchgefühl. So irrational ist unser Bauch gar nicht, wie wir oft meinen. Irrationaler ist meist unser Verständnis von Statistik, in welcher wir uns nicht allzu gut auskennen. Da hilft es, sich auf den inneren Berater, das Bauchgefühl zu verlassen und oder sich dazu an Fragestellungen und Problemaufgaben heuristisch zu nähern.

Professor Gerd Gigerenzer forscht seit Jahren auf dem Gebiet der Entscheidungkultur in Unternehmen, aber auch in individuellen Fragestellungen. Wie gehen Entscheider mit Risiken um? Gibt es erfolgreiche Fehlerkulturen in Unternehmen? Wo und wann hilft uns unser Bauchgefühl. Das sind Fragestellungen mit denen sich Gigerenzer beschäftigt. Neben vielen anderen interessanten Beiträgen, die man bei YouTube zu diesem Thema findet, empfehlen wir aktuell den Beitrag:

Entscheidend ist das Bauchgefühl, meint Gerd Gigerenzer
von dasGehirnInfo. Viel Spaß beim Zuschauen und Zuhören.

Was Hänschen nicht gelernt hat – kann Hans durchaus lernen

Neuroplastizität, d.h. die lebenslange Veränderungsmöglichkeit unserer Hirnprozesse des Denkens und der Verarbeitung haben diesen alten Grundsatz widerlegt.

Zu wissen, dass wir uns ein Leben lang nicht nur mit neuen Dingen beschäftigen können, Neuroplastizität- Gehirnsondern auch neue Dinge durchaus lernen können und bestehendes Wissen und bestehende Denkmuster verändern können, ist wichtig für ein modernes Verständnis von Coaching, Beratung und Personalentwicklung. Und damit nicht zuletzt auch wesentlich für die Themenbereiche Führung und Unternehmensführung.

In einem interessanten Artikel der TheHuffingtonPost.com (06-2016 s.u.), der leider bisher nur in Englisch erschienen ist, sind die wichtigsten Fakten zusammengefasst, die den heutigen Stand des Wissens über Neuroplastizität und Demenzvorsorge zusammenfassen. An dieser Stelle bieten wir Ihnen eine, bestimmt nicht im letzten Detail korrekte, freie Übersetzung aus dem Englischen und verweisen ausdrücklich auf die Originalquelle.

20 wichtige Fakten zum aktuellen Stand der Neuroplastizität und Vorsorge von Demenzerkrankungen

  1. Die Denk- und Verarbeitungsprozesse unseres Gehirns sind durchaus vielschichtig. Vor allem sind sie nicht in Einbahnstraßen zu denken. Unser Hirn kann weit mehr Prozesse gleichzeitig verarbeiten als bisher angenommen. Unser Gehirn besteht nicht nur aus Aufmerksamkeit und Gedächtnis und den üblichen Kategorien.
  2. Gene bestimmen nicht das unserer Schicksal, sondern die Grundveranlagung unseres Gehirns. Unsere Lebensstile sind aber mindestens ebenso wichtig, wie die genetische Veranlagung. Durchaus kann man annehmen das unsere Lebensstile und die Nutzung unseres Gehirns sogar noch einen wichtigeren Einfluss auf die Funktionalität (Neuroplastizität) unseres Gehirns haben als die genetische Determinierung.
  3. Abwechselnde Herausforderungen unterstützen die Entwicklung und Leistungsfähigkeit unseres Gehirns.
  4. Soziale Interaktion und kognitive Herausforderung, verbunden mit körperlicher Bewegung und einer gesunden Ernährung in Form der Mittelmeer Diät erhöhen die Leistungskapazität des Gehirns und beugen dementen Alterungserscheinungen vor.
  5. Sport und sportliche Übung erhöhen die Neuroplastizität des Gehirns. Eine bessere Durchblutung sorgt nicht nur für eine bessere Versorgung mit Sauerstoff, sondern auch für ein hormonell bedingtes Wachstum.
  6. Kardiosport tut dem Gehirn gut. Tennis, Skifahren oder Basketball sind gute Sportarten zur Verbesserung der Hirnvitalität. Dreimal die Woche Sport, zwischen 30 und 60 Minuten sind dabei ein ideales Maß.
  7. Mentale Stimulation stärkt die Verbindung zwischen den Neuronen. Mentale Stimulation meint hier die Stimulation der verschiedenen Sinnes- und Erfahrungsbereiche. Ideale neuronale Stimulation bildet Entwicklungsreserven und schützt so das Gehirn vor pathologischen Prozessen der Altersdemenz.
  8. Routinetätigkeiten fordern das Gehirn nicht heraus und fördern nicht die weitere Entwicklung und Neuroplastizität.
  9. Die bisher einzig bekannte Freizeitaktivität, die zu einer Reduzierung der kognitiven Funktion des Gehirns führt, ist der Fernsehkonsum.
  10. Gehirntraining, die Zellen feuern lassen und miteinander verdrahten, beflügeln das Gehirn.
  11. Das Gehirn braucht viel Energie: So verbraucht es 50 % des dem Körper zur Verfügung stehenden Sauerstoffs und 10 % der Glukose.
  12. Die sogenannte Mittelmeerdiät, ergänzt mit Oliven, Öl und Nüssen vermindert das Risiko kognitiver Abbauprozesse.
  13. Moderate Dosen von Koffein erhöhen die Wachsamkeit. Wobei es keine belastbaren Aussagen dazu gibt, in wieweit Koffein die Gesundheit insgesamt beeinflusst.
  14. Moderater, gemäßigter Alkoholkonsum scheint das Risiko von Demenz zu senken.
  15. Die Einnahme von „hirnunterstützenden Ergänzungsmitteln/aufmerksamkeitsfördernden Medikamenten“ scheint keine besondere Auswirkung sowohl für die aktuelle Hirnkapazität, wie auch im Hinblick auf die Reduzierung von langfristigen Demenzprozessen zu haben.
  16. Je größer und je komplexer eine Person sozial interagiert und vernetzt ist, umso größer ist die Amygdala (diese spielt eine wichtige Rolle für unser gesamtes Verhalten und vor allem für unsere Motivation). Aktuell lässt sich nicht beurteilen, ob es einen Unterschied zwischen „online“ und „offline“ Netzwerkverbindungen im sozialen Kontext gibt.
  17. Chronischer Stress reduziert nicht nur situativ die Leistungsfähigkeit und damit die Neuroplastizität, sondern dieser kann die Hirnentwicklung auch langfristig negativ beeinflussen. Insbesondere werden davon die Gedächtnisfähigkeit und die kognitive Flexibilität in Mitleidenschaft gezogen.
  18. Es gibt klare Beweise, dass Meditation und Biofeedback effektive Mittel zur Selbstregulierung physiologischer Stressreaktionen bieten.
  19. Es wird keine Wunderpille geben, welche die Leistungsfähigkeit und den Schutz vor Altersdemenz bieten. Stattdessen ist es wichtig unser Hirn auf verschiedenen Ebenen zu stimulieren, zu trainieren und ideal zu versorgen. Dies meint einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die Ernährung, das Stressmanagement physiologische und geistige Übung und Training meint.
  20. Es wird wichtig sein zu verstehen, dass es nicht “das universelle Gehirn” gibt, sondern dass unsere Gehirne individuelle Bedürfnisse haben mit entsprechenden Prioritäten für die Entfaltung der jeweiligen Neuroplastizität.

Originalartikel und Quelle: Copyright © 2016 TheHuffingtonPost.com

http://www.huffingtonpost.com/alvaro-fernandez/20-mustknow-facts-to-harn_b_10590748.html

Führungskultur – wie es nicht laufen sollte

Ein interessanter Artikel über die vermeintlich gute Führungskultur deutscher Konzerne und Manager

Wo Anerkennung oder Karriere vor allem vom Urteil des Vorgesetzten abhängen, ist die Führungsspitze einer Firma bald von windschlüpfrigen Nickern umgeben. Vor allem das Mittelmanagement leitet nur gefilterte und rosa eingefärbte Informationen nach oben.

Den Weg zu Ihrer Unternehmensführungskultur und den individuellen, dazu passenden Führungshaltungen Ihrer Führungskräfte, entdecken und beschreiben wir gern mit Ihnen zusammen!

Bei Volkswagen trafen Macht und Selbstherrlichkeit der Chefs auf die Ergebenheit ihrer Mitarbeiter. Das ist kein Einzelfall in deutschen Konzernen – und führt ins Unglück
ZEIT.DE|VON ZEIT ONLINE GMBH, HAMBURG, GERMANY

Agile Teamarbeit – und wieder etwas Neues?

Zunehmend hält der Begriff “Agile Teamarbeit” Einzug in die moderne Alltagsarbeitswelt von Projektteams. Sind oder waren bisherige Teams nicht agil, sondern einfach nur schwerfällig? Was macht den agilen Charakter eines Teams aus und ist dies wirklich etwas Neues?

Das agile TeamAgile Teams sollen sich nicht in detaillierten Planungen und Dokumentationen verfangen. Sie sollen beweglich bleiben und sollen vor allem die alltägliche Arbeit anhand und auf der Grundlage von vorher definierten Leitlinien kreativ und schnell und vor allen Dingen Ziel- und lösungsorientiert nach vorne treiben. Mitglieder in Agilen Teams übernehmen Verantwortung für den Teilprozess bzw. für den gesamten Teamprozess und entscheiden über weitere Schritte der Prozessentwicklung. Aufgaben und Abläufe in der Agilen Teamarbeit sollen transparent sein und allen Mitgliedern sollen möglichst viele Informationen zum Prozessverlauf zur Verfügung stehen, damit jeder optimal in seinem Verantwortungsbereich agieren kann. Rituale und wiederkehrende Prozesse sollen die Teamreflexion stärken und so den Austausch innerhalb des Teams fördern. Damit meint Agile Teamarbeit ein offenes und kreatives Arbeiten und Entwickeln von Lösungen in einem scheinbar weitestgehend unbegrenzten Raum. Doch natürlich ist auch bei der Agilen Teamarbeit die Begrenzung des Raumes und die genaue Zieldefinition sehr wichtig.

Aber ist dies nun neu? Nein.

Egal, ob man von Agiler Teamarbeit mit Kanban, Scrum oder Xtreme spricht, so sind doch die Arbeitsprozesse und die Verhaltensprozesse im Team altbekannt und nichts Neues. Hier werden nur Arbeitsweisen, Methoden und Haltungen in Teams wieder einmal neu beschrieben und einzelne Module methodisch neu zusammengewürfelt. Doch bei all der Methodik bleibt nach wie vor die Verantwortung für das Gelingen einer guten Teamarbeit bei den Führungskräften im Team und jenen um das Team herum. Denn: Methodik ersetzt keine Führungsqualitäten!

Und schaut man sich so genannte moderne Agile Teams an, so findet man diese Form der Teamarbeit bereits seit Jahrzehnten in den Wohngruppenteams dezentral organisierter sozialer Einrichtungen. Diese Teams arbeiten bereits seit Anfang der achtziger Jahre ausgesprochen agil, da selbst verantwortlich, in tagesaktuellen Detailfragen stets auf sich gestellt und mit Leitlinien der jeweiligen Hauspolitik flankiert. Agile Teams sind hier nur ein neuer, weiterer Begriff, den die Sozialen sich schnell zu eigen machen sollten, um die hohe Qualität ihrer Leistungen allgemein besser nach außen darstellen zu können.

Egal welcher Form der Teamarbeit man sich per Definition verschreibt, das Gelingen von Arbeitsprozessen in Teams oder in Arbeitsgruppen hängt ausschließlich von den beteiligten Führungskräften und deren Führungshaltung ab. Die damit verbundene Führungskultur im Unternehmen oder in einer Einrichtung sollte sowohl die Leitlinie, wie auch den Spielraum für Teams definieren. Umso wichtiger ist es in Unternehmen eine Führungskultur und mit den Führungskräften eine Führungshaltung zu entwickeln. Nur dies sichert die erfolgreiche Perspektive von Unternehmen.

Den Weg zu Ihrer Unternehmensführungskultur und den individuellen, dazu passenden Führungshaltungen Ihrer Führungskräfte entdecken und beschreiben wir gern mit Ihnen zusammen!

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